Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Da spricht der arme Hirte : »Des mag noch werden rat,
Ich weifs geheime Wege, die noch kein Mensch betrat;
Kein Rofs mag sie ersteigen, nur Geifsen klettern dort;
Wollt ihr sogleich mir folgen, ich bring' euch sicher fort."
Sie klimmen durch das Dickicht den steilsten Berg hinan.
Mit seinem guten Schwerte haut oft der Graf sich Bahn.
Wie herb das Fliehen schmecke, noch hat er's nie vermerkt.
Viel lieber möcht' er fechten, das Bad hat ihn gestärkt.
In heifser Mittagsstunde bergunter und bergauf!
Schon mufs der Graf sich stützen auf seines Schwertes Knauf.
Darob erbaimt's den Hirten des alten hohen Herrn,
Er nimmt ihn auf den Rücken: »Ich thu's von Herzen gern."
Da denkt der alte Greiner : »Es thut doch wahrlich gut,
So sänftlich sein getragen von einem treuen Blut;
In Fährden und in Nöten zeigt erst das Volk sich echt,
Drum soll man nie zertreten sein altes, gutes Recht."
Als drauf der Graf gerettet zu Stuttgart sitzt im Saal,
fe Heifst er 'ne Münze prägen als ein Gedächtnismal ;
Er gibt dem treuen Hirten manch blankes Stück davon.
Auch manchem Herrn von Schlegel verehrt er eins zum Hohn.
Dann schickt er tücht'ge Maurer ins Wildbad alsofort,
p '[1 Die sollen Mauern führen rings um den offnen Ort,

VI.
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Damit in künft'gen Sommern sich jeder greise Mann,
1' Von Feinden ungefährdet, Im Bade jüngen kann,
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■ ^ ? b. Die drei Könige zn Heimsen.
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'ij Drei Könige zu Heimsen, wer hätt' es je gedacht!
Ip f Mit Rittern und mit Rossen, in Herrlichkeit und Pracht!
« Es sind die hohen Häupter der Schlegelbrüderschaft;
j-C % Sich Könige zu nennen, das gibt der Sache Kraft.
Jf.
Da thronen sie beisammen und halten eifrig rat.
Bedenken und besprechen gewalt'ge Waffenthat :
<1 " Wie man den stolzen Greiner mit Kriegsheer überfällt
• y Und besser als im Bade ihra jeden Schlich verstellt.

Wie man ihn dann verwahret und seine Burgen biicht,
Bis er von allem Zwange die Edeln ledig spricht.