Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Der siebente war Herr Adelbert,
Der Sieger über alle.
Er stieg so bleich von seinem Pferd,
Und trat in Königs Halle.
Er nahm den Kranz von Rosen rot.
Dazu den Ring von Golde,
Er fiel zur Erde, bleich und tot.
So bleich wie seine Holde.
Der König trug ein schwarz Gewand
Er liefs die Glocke läuten.
Sechs freie Ritter von dem Sand
That er zu Grab begleiten.
Der siebente war Herr Adelbert,
Mit seiner Adelheide.
Die liegen zusammen in kühler Erd,
Ein Stein bedecket beide.
134. Des Goldschmieds Töchterlein.
■Ein Goldschmied in der Bude stand
Bei Perl und Edelstein :
»Das beste Kleinod, das ich fand,
Das ist doch du, Helene,
Mein teures Töchterlein !"
Und als das Ringlein war bereit
*Mit teurem Demantstein,
Da steckt Helen in Traurigkeit,
Wohl als sie war alleine,
Es halb ans Fingerlein.
Ein schmucker Ritter trat herein : »Ach! wunderselig ist die Braut,
»Willkommen, Mägdlein traut! Dies Ringlein tragen soll.
Willkommen, lieber Goldschmied mein! Ach! schenkte mir der Ritter traut
Mach mir ein köstlich Kränzchen
Für meine süfse Braut!"
Und als das Kränzchen war bei'eit
Und spielt in reichem Glanz,
Da hängt Helen in Traurigkeit,
Wohl als sie war alleine.
An ihren Aim den Kranz.
»Ach! wunderselig ist die Braut,
Dies Krönlein tragen soll.
Ach 1 schenkte mir der Ritter traut
Ein Kränzlein nur von Rosen,
Wie wär ich freudenvoll I"
Nicht lang, der Ritter trat herein.
Das Kränzlein wohl beschaut;
>0 fasse, lieber Goldschmied mein.
Ein Ringlein mit Demanten
Für meine süfse Braut!"
Nur seines Haars ein Löcklein,
Wie wär ich freudenvoll !"
Nicht lang, der Ritter trat herein.
Das Ringlein wohl beschaut:
»Du hast, 0 lieber Goldschmied mein !
Gar fein gemacht die Gaben
Für meine süfse Braut.
Doch dafs ich wisse, wie ihrs steh.
Tritt, schöne Maid, herzu!
Dafs ich an dir zur Probe seh
Den Brautschmuck meiner Liebsten,
Sie ist so schön, wie du."
Es war an einem Sonntag früh.
Drum halt die schöne Maid
Heut angethan mit sondrer Müh,
Zur Kirche hinzugehen,
Ihr allerbestes Kleid.