Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Der Herzog Wilhelm fuhr wohl über das Meer,
Er fuhr nach Engelland mit gewaltigem Heer.
Er sprang vom Schilfe , da fiel er auf die Hand I
iHei! — rief er — ich fafs und ergieif dich, Engelland 1" —
Als nun das Normannenheer zum Sturme schritt,
Der edle Taillefer vor den Herzog ritt:
»Manch Jährlein hab ich gesungen und Feuer geschürt,
Manch Jährlein gesungen und Schwert und Lanze gerührt.
Und hab ich euch gedient und gesungen zu Dank ,
Zuerst als ein Knecht und dann als ein Ritter frank:
So lafst mich das entgelten am heutigen Tag ,
Vergönnet mir auf die Feinde den ersten Schlag!" —
Der Taillefer ritt vor allem Normannenheer,
Auf einem hohen Pferde mit Schwert und mit Speer.
Er sang so herrlich , das klang über Hastingsfeld ,
Von Roland sang er und manchem frommen Held.
Und als das Rolandslied wie ein Sturm erscholl,
Da wallete manch Panier , manch Herze schwoll,
Da brannten Ritter und Mannen von hohem Mut,
Der Taillefer sang und schürte das Feuer gut.
Dann sprengt er hinein , und führte den ersten Stöfs,
Davon ein englischer Ritter zur Erde schofs ;
Dann schwang er das Schwert, und führte den ersten Schlag ,
Davon ein englischer Ritter am Boden lag.
Normannen sahens, die harrten nicht allzulang,
Sie brachen herein mit Geschrei und mit Schilderklang.
Hei! sausende Pfeile : klirrender Schwerterschlag ;
Bis Harald fiel und sein trotziges Heer erlag.
Herr Wilhelm steckte sein Banner aufs blutige Feld,
Inmitten der Toten spannt er sein Gezelt.
Da safs er am Mahle : den goldnen Pokal in der Hand,
Auf dem Haupte die Königskrone von Engelland.
»Mein tapferer Taillefer I komm trink mir Bescheid!
Du hast mir viel gesungen in Lieb und in Leid;
Doch heut im Hastingsfelde dein Sang und dein Klang
Der tönet mir in die Ohren mein Lebelang."
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