Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Was mag er im Arme denn haben ?
Was birget er unter den Mantel geschwind ?
Was tragt er so rasch in die Ferne ?
Ein Töchterlein ist es, da schläft nun das Kind —"
Die Kinder sie hören es gerne.
»Nun hellt sich der Morgen, die Welt ist so weit.
In Thälern und Wäldern die Wohnung bereit.
In Dörfern erquickt man den Sänger.
So schreitet und heischt er undenkliche Zeit.
Der Bart wächst ihm länger und länger;
Doch wächst in dem Arme das liebliche Kind ,
Wie unter dem glücklichsten Sterne ,
Geschützt in dem Mantel vor Regen und Wind —"
Die Kinder sie hören es gerne.
»Und immer sind weiter die Jahre gerückt ;
Der Mantel entfärbt sich, der Mantel zerstückt,
Er könnte sie länger nicht fa-ssen,
Der Vater er schaut sie , wie ist er beglückt!
Er kann sich vor Freuden nicht lassen ;
So schön und so edel erscheint sie zugleich ,
Entsprossen aus tüchtigem Kerne!
Wie macht sie den Vater , den teuren , so reich ! —"
Die Kinder sie hören es gerne.
»Da reitet ein fürstlicher Ritter heran ,
Sie recket die Hand aus, der Gabe zu nahn ;
Almosen will er nicht geben.
Er fasset das Händchen so kräftiglich an :
Die will ich, so ruft er, aufs Leben!
Erkennst du , erwiedeit der Alte , den Schatz,
Erhebst du zur Fürstin sie gerne ;
Sie sei dir verlobet auf grünendem Platz! —"
Die Kinder sie hören es gerne.
»Sie segnet der Priester am heiligen Ort,
Mit Lust und mit Unlust nun ziehet sie fort,
Sie möchte vom Vater nicht scheiden.
Der Alte er wandelt nun hier und bald dort,
Er traget in Freuden sein Leiden. —»
So hab ich mir Jahre die Tochter gedacht,