Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Und weidlich am Tisch und im Bette zu pflegen,
Wie Vollmond glänzte sein feistes Gesicht.
Drei Männei- umspannten den Schmerbauoh ihm nicht.
Drob suchte der Kaiser am Pfäfflein oft Hader.
Einst ritt er, mit reisigem Kriegesgeschwader,
In brennender Hitze des Sommers vorbei.
Das PtäfTlein spazierte vor seiner Abtei.
»Ha, dachte der Kaiser, zur glücklichen Stunde!"
Und grüfste das Pfäfflein mit höhnischem Munde:
»Knecht Gottes, wie geht's dir? Mir däucht wohl ganz recht,
Das Beten und Fasten bekomme nicht schlecht.
Doch däucht mir daneben, euch plage viel Weile.
Ihr dankt mir's wohl, wenn ich euch Arbeit erteile.
Man rühmet, ihr wäret der pfiffigste Mann,
Ihr hörtet das Gräschen fast wachsen, sagt raan.
So geb' ich denn euern zwei tüchtigen Backen
Zur Kurzweil drei artige Nüsse zu knacken.
Drei Monden von nun an bestimm' ich zur Zeit.
Dann will ich auf diese drei Fragen Bescheid.
Zum ersten: Wann hoch ich, im fürstlichen Rate,
Zu Throne mich zeige im Kaiser-Ornate,
Dann sollt ihr mir sagen, ein treuer Wardein,
Wie viel ich wohl wert bis zum Heller mag sein ?
Zum zweiten sollt ihr mir berechnen und sagen:
Wie bald ich zu Rosse die Welt mag umjagen :
Um keine Minute zu wenig und viel I
Ich weifs, der Bescheid darauf ist euch nur Spiel.
Zum dritten noch sollst du, o Preis der Prälaten,
Aufs Härchen mir meine Gedanken erraten.
Die will ich dann treulich bekennen; allein
Es soll auch kein Tüttelchen Wahres dran sein.
Und könnt ihr mir diese di'ei Fragen nicht lösen,
So seid ihr die längste Zeit Abt hier gewesen ;
So lass' ich euch führen zu Esel durch's Land,
Verkehrt, statt des Zaumes den Schwanz in der Hand."
Drauf trabte der Kaiser mit Lachen von hinnen.
Das Pfäfflein zerrifs und zersplifs sich mit Sinnen.