Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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586 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
Thorwaldsenmuseum in Kopenhagen und die Akademie der bilden-
den Künste in Wien; 1 Stunde: das Provinzialmuseum in Stettin.
Nach 1 Uhr mittags sind an Sonntagen unentgeltlich geöffnet 90
Museen in Europa und zwar 5 Stunden: 1, 4 Stunden: 6, 8^/4
Stunden: 1, 8I/2 Stunden: 14, 31/4 Stunden: 1, 3 Stunden: 20,
21/2 Stunden: 2, 2 Stunden: 16, IV2 Stunden: 5, IV4 Stunden: 3,
1 Stunde: 17, 1/2 Stunde: 3, 1/4 Stunde: 1.
Verbreiteter als die Museums- und Gallerieführungen sind die
Volksunterhaltungsabende; wir finden dieselben schon in vielen
Städten Deutschlands als eine willkommene und stark benützte
Einrichtung vor. Auch in der Schweiz und in Österreich
stolsen wir, z. B. in Zürich, in Graz und in Wien, auf derartige
Veranstaltungen. So hält die Pestalozzi-Gesellschaft in Zürich an
einer Reihe von Sonntagen „Gratis-Volkskonzerte" und „Sonntag-
abendunterhaltungen", ebenfalls mit freiem Eintritt, ab: im Winter
1896/97 fanden 5 Konzerte und 10 Unterhaltungen statt; diese
unterscheiden sich von jenen dadurch, dafs sie aulser musikalischen
auch deklamatorische Darbietungen und einen populären Vortrag
in das Programm aufnehmen. Im Winter 1897/98 wurden auch
5 Konzerte, aber nur 9 Unterhaltungen veranstaltet; als Programm-
Muster einer solchen teile ich das Programm der fünften „Sonn-
tagabendunterhaltung" mit, welche am 16. Januar 1898 abends
5 Uhr in der Kirche Wiedikon unter Mitwirkung des Männer-
chors Wiedikon stattfand: 1. Chor — Schweizerischer National-
gesang von H. G. Nägeli; 2. Vortrag des Pfarrers Dr. Weber in
Höngg über „Der Volksgesang im Kanton Zürich und der Ost-
schweiz seit der Reformation"; 3. Chor — Schweizerheimweh von
J. Rud. Weber; 4. Chor — 0 Frühlingslust, o Waldesgrün von
R. Häusermann. — In den Vorstädten und Vororten Wiens sind
schon seit Jahren unentgeltliche Volkskonzerte, bei welchen nam-
hafte Kräfte mitwirken, eingeführt. Viele dieser Konzerte sind so
eingerichtet, dafs zuerst ein Vortrag über Leben und Werke eines
Komponisten gehalten wird, woran sich die Aufführung einiger
der besprochenen Werke schliefst; bei anderen wird ein Zeitraum
geschildert, und dann werden die illustrierenden Proben vorgeführt.
Im Jahre 1892 wurde zum erstenmal, wie Reyer berichtet, ein
Volkskonzert im grofsen Stile versucht; man wendete sich an
Brahms mit der Anfrage, ob die Direktion geneigt wäre, den
grofsen Saal des Musikvereins für einen Sonntagnachmittag nach
Abschlufs der Saison unentgelthch zur Verfügung zu stellen. Das
wurde bereitwilligst zugesagt, und ,,der Erfolg war so günstig.