Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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576 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
übrigen zu je 6 Vorträgen. 6 Vortragsreihen bewegten sich auf
dem Gebiete der Rechts- und Staats wissenschaften, 6 auf dem der
Naturwissenschaften und der Medizin und 3 auf dem der Geschichte
und Litteratur. Die Themen der Kurse waren: Bürgerliches Recht
(12 Vorträge), Die Verfassung des deutschen Reiches (6 Vorträge),
Handels- und Wechselrecht (12 Vorträge), Die deutsche Rechts-
entWickelung (6 Vorträge), Volkswirtschaftslehre (12 Vorträge),
Armenpflege (6 Vorträge), Anatomie (6 Vorträge), Gärungen und
verwandte Vorgänge (6 Vorträge), Physiologie (6 Vorträge), Krank-
heitsentstehung und -Verhütung (6 Vorträge), Chemie (6 Vorträge),
Nervosität (6 Vorträge), Goethes Faust (6 Vorträge), Homer (6 Vor-
träge), Die Entwickelung der deutschen Einheitsbetrebungen seit
der Zeit des Wiener Kongresses bis zur Verkündigung des deut-
schen Kaisertums (6 Vorträge).
Von sonstigen in Deutschland bestehenden ähnlichen Ein-
richtungen sind zu nennen die vom „Ausschufs für Volksvorlesungen"
in Frankfurt am Main, der 1890 von der volkswirtschaftlichen
Sektion des „Freien Deutschen Hochstiftes' eingesetzt wurde, ver-
anstalteten Einzelvorträge und Vortragskurse in Frankfurt am
Main und der Umgebung. Die Kurse oder Lehrgänge sind erst
eine neuere Einrichtung; so viel ich sehe, bestehen sie seit dem
Winter 1897/98. Sie fanden da noch keine grofse Beteiligung:
auf jeden Lehrgang kamen etwa 30 Hörer. Das hat sich jedoch
bedeutend im Winter 1898/99 gebessert; die gröfste Zahl der
Teilnehmer betrug jetzt 120 und zwar in dem von Professor
Mannheimer geleiteten Lehrgang über Kunstgeschichte. In Ham-
burg hat die Oberschulbehörde eine ganze Reihe von Vortrags-
kursen ins Leben gerufen; sämtliche Vorlesungen sind öSentlich
und unentgeltlich mit alleiniger Ausnahme der praktischen Übungen
im chemischen Staatslaboratorium. Mir liegt das „Verzeichnis der
Vorlesungen im Winterhalbjahr 1896/97' vor. Die Vorlesungen um-
fassen 17 Gebiete: Theologie, Staatswissenschaften, Medizin, Geo-
graphie und Völkerkunde, Geschichte, Litteratur, Musik, Bildende
Künste, Bau- und Ingenieurwissenschaft, Gartenbau, Mathematik,
Astronomie, Physik, Chemie, Mineralogie, Zoologie und Botanik.
Und zwar sind innerhalb dieser Gebiete verschiedene Vorlesungen
vorgesehen, die so aufeinander folgen, dafs die Hörer sich eine
einigermafsen vollständige Übersicht über den Gesamtinhalt gröfserer
Gebiete verschaffen können. Also nicht blofs einzelne Vorlesungs-
kurse werden geboten, sondern die Vorlesungen setzen sich nach
einem wohlüberlegten Plane zu einem gröfseren Ganzen zusammen.