Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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574 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
10379 auf 61476 mit 3 000 000 Hörern angewachsen. Zudem ist
am 9. Oktober 1899 in der Pariser Arbeiter-Vorstadt Saint-An-
toine von der „Union pour l'action morale" eine Volksuniversität
eröffnet worden, an der Professoren der Sorbonne und Schrift-
steller zu Schülern jeden Alters sprechen sollen. Die Eröffnungs-
rede hielt Gabriel Seailles über Evolution und Revolution. In
dem von der Gesellschaft erworbenen Gebäude befindet sich ein
Lesesaal mit Bibliothek, ein Ausstellungssaal für Kunstwerke, ein
Saal für theatralische Aufführungen und ein Saal für Spiele. Im
Monat März 1900 fanden an jedem Tage Einzelvorträge und Lehr-
gänge statt. — Kurz erwähnen will ich endlich noch, ehe ich
zur Besprechung der einschlägigen Verhältnisse im Gebiete des
deutschen Reiches übergehe, dafs in Afrika die University-Exten-
sion am Kap durch Mr. Bensley, einen Dozenten der Cambridger
University-Extension, und in Indien an der Universität Madras ein-
geführt worden ist.
Im Gebiete des Deutschen Reiches ist die University-Exten-
sion in Berlin, Wintersemester 1898/99, München und Leipzig,
beide im Wintersemester 1896/97, Rostock 1900 eingezogen. In
Berlin ist ein „Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hoch-
schullehrern" gegründet worden und zwar im Juni 1899. Derselbe
hat im Wintersemester 1899/1900 zwei Serien von Vortrags-
kursen abgehalten: die erste in den Monaten Oktober bis De-
zember hat 6, die zweite von Januar bis März 10 Kurse um-
fafst. Bis dahin bestand nur ein provisorischer Ausschufs für die
„Volkstümlichen Kurse von Berliner Hochschullehrern", welcher
aber bereits im Winter 1898/99 Vortragskurse veranstaltete, die
von 2030 Personen, darunter 40,1 "/q Fabrikarbeiter, Gesellen,
Gehilfen u. s. f., 17,6 0/0 Handlungsgehilfen, 12,6 "/q staatliche und
kommunale Subalternbeamte, 5,7"/o Privatbeamte, 4,87o Volks-
schullehrer, 2,30/0 selbständige Handwerker, 9,8 o/^ liberalen Be-
rufen Angehörige, 2,3o/^ selbständige Kaufleute, 3,2o/^, Gym-
nasiasten und Studenten und je 0,8 o/^ Fabrikanten und Rentiers,
besucht wurden. Unter den weiblichen Hörern hatten 56,7 "jo
keinen Beruf, von den übrigen 43,3 o/^ waren 16,3 o/^ Arbeite-
rinnen oder Frauen von Arbeitern und Handwerkern, 24,4 o/(,
Lehrerinnen, Schriftstellerinnen, Malerinnen, und 5,3 o/(, Beamtinnen
und kaufmännische Gehilfinnen. In München konstituierte sich
ein „Volks-Hochschul-Verein" im Dezember 1896, der vom Fe-
bruar bis Ostern 1897 bereits 10 Vortrags-Kurse abhielt; welche
insgesamt 1440 Teilnehmer aufweisen konnten mit 3908 Anmel-