Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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564 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
bringen, ist Sache des Staates; als weitere Einnahmequelle
kommt das von den Hörern zu entrichtende Honorar hinzu, welches
freilich, um jedermann den Besuch der Volkshochschule zu er-
möglichen, naturgemäfs nicht sehr hoch bemessen werden darf.
In Jena zahlt der Hörer für einen Cyklus von 6—8 Vorträgen
1 Mark, in München für einen solchen von 4—6 Vorträgen 1 Mark,
für zwei oder drei nebeneinanderlaufende Kurse 2 Mark, für
kleinere Vortragscyklen und Einzelvorträge 0,50 Mark, in Leipzig
für einen Kurs von 6 Vorträgen 1 Mark und für Einzelvorträge
0,10 Mark u. s. f. Natürlich läfst sich die Höhe des „Lehrgeldes"
nicht allgemeinhin bestimmen; vielmehr sind bei seiner Festsetzung
die örtlichen Verhältnisse ausschlaggebend. Die von diesen Ein-
nahmen zu bestreitenden Ausgaben sind folgende: die Honorare
für die Lehrer, die Besoldungen für die erforderlichen ständigen
Bediensteten, nämlich einen Sekretär, einen Schreiber und einen
Diener, die Beheizung und Beleuchtung des Lokals, die Herstellung
von Drucksachen, insbesondere der Teilnehmerkarten, Inserate und
Jahresberichte und für Lehrmittel, wie Karten, Apparate, Instru-
mente u. dgl. m., soweit dieselben nicht von den bestehenden
Bildungsanstalten leihweise erhältlich sind: die Anlage einer eigenen
Sammlung an der Zentralstelle, die auch nach auswärts verliehen
werden kann, ist jedenfalls sehr wünschens- und empfehlenswert.
Die Zentralstelle wird auf diese Weise im umfassendsten Sinne
Zentrale, indem sie die Nebenstellen nicht blols mit Lehrern,
sondern auch mit Lehrmitteln versorgt; unter Umständen wird sie
es sich zudem angelegen sein lassen, passende ergänzende Lektüre
für die Nebenstellen zu beschaffen, soweit solche nicht in deren
Volksbibliotheken vorhanden ist.
Was die Kurse selbst betrifft, welche ihrer gröfseren
Wichtigkeit wegen vor allem in Betracht zu ziehen und entschieden
stärker als die Einzelvorträge zu betonen sind, deren Bildungs-
wert ja naturgemäfs geringer ist, so hat sich im Laufe der Zeit
und auf Grund zahlreich gemachter Erfahrungen herausgestellt,
dafs es am vorteilhaftesten ist, die Arbeit mit Kursen von 4—6
Vorträgen zu beginnen und dann erst lange folgen zu lassen, von
denen wieder noch mehrere zu einem umfassenden Lehrgange, einer
Kursserie, zusammengefafst werden können. Gleich mit langen
Kursen, d. h. mit 10—12stündigen, anzufangen, hat sich als un-
vorteilhaft erwiesen, weil dadurch von vornherein zu hohe An-
forderungen an die Hörer gestellt werden, was die weitere Folge
hat, dafs viele mittendarin abfallen: es gilt eben, namentlich im