Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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§ 60. Öfifentliche Lesehallen und Volksbüchereien. 559
Eine neue Volksbibliothek eröffnete nach dem Beispiel des Gohliser
Jünglingsvereins am 10. Juni 1900 der Jünglingsverein der
St. Nicolaigemeinde zu Leipzig in seinem Vereinszimmer Tauchaer-
strasse 6. Die städtischen Aufwendungen belaufen sich jährlich auf
3000 Mark. Lübeck: Volksbibliothek nebst Lesezimmer der „Ge-
sellschaft für gemeinnützige Thätigkeit". Mainz: Freie Lesehalle
des „Vereins für Volkswohlfahrt". Mannheim: Volksbibliothek
und Lesezimmer des „Vereins zur Beschaffung einer Volksbiblio-
thek". Mülheim an der Ruhr: Stadtbibliothek mit Lesezimmer.
München: 5 Volksbibliotheken und eine Lesehalle. Eine der
Bibliotheken ist städtisch, die übrigen Einrichtungen sind solche
des „Münchener Volksbildungs-Vereins". Neusalz a. d. Oder:
Bibliothek mit Lesehalle, vom Bürgermeister Schilling ins Leben
gerufen und unterhalten von einem Verein, welcher Zuschüsse er-
hält von der Stadt 200 Mark, vom Kreis Freystadt 200 Mark, von
der Regierung zu Liegnitz 400 Mark. Nürnberg: Volksbibliothek
nebst Lesehalle, gestiftet vom Kommerzienrat Zacharias Reif
und unterhalten von der „Gesellschaft für öffentliche Lesehallen und
Volksbibliotheken". Die Stadt stellt ein Lokal zur Verfügung für
400 Mark Miete statt für 800 Mark. In neuster Zeit hat die
städtische Verwaltung einen Jahresbeitrag von 5000 Mark be-
willigt. Ferner ist zu erwähnen, dafs die genannte Gesellschaft
noch eine zweite Lesehalle im Juni 1900 aufgethan hat und
hofft, in Bälde in einem Vorort eine dritte eröffnen zu können.
Übrigens hat auch der Nürnberger „Volksbildungsverein" jüngst
eine eigene Lesehalle und öffentliche Bibliothek eingerichtet: beide
wurden am 1. April 1900 der Benutzung übergeben. In Offen-
burg i. B. ist am 1. Mai 1900 eine städtische Lesehalle eröffnet
worden. Pforzheim: städtische Volksbibliothek mit Lesezimmer.
Jahresaufwand 1000 Mark. Schweidnitz: Volksbibliothek und
Lesehalle des „VolksbibliotheksVereins", städtischer Zuschufs 300
Mark. Stettin: einige städtische Volksbibliotheken. Stuttgart:
Volksbibliothek und Lesehalle, gestiftet von Rominger; in Stutt-
gart-Ostheim besteht eine Lesehalle des „Bürgervereins". Aufser-
dem stiftete der Verlagsbuchhändler Engelhorn in jüngster Zeit
80000 Mark zum Bau einer Volksbibliothek in Stuttgart. Tarno-
witz: Volksbibliothek und Lesezimmer des „Vereins für die Tarno-
witzer Volksbibliothek"; Zuschufs von der Stadt 300 Mark, vom
Kreis 200 Mark, von der Regierung zu Oppeln 500 Mark. Ulm:
Volksbibliothek und Lesehalle des „Vereins Freie Bibliothek und
Lesehalle'; städtischer Zuschufs 300 Mark. Wiesbaden: 3 Volks-