Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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546 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
sehr wenig bekannte Verordnung, welche besagte, dafs ein unehe-
liches Kind als eheliches zu betrachten sei, sofern ein Verlöbnis,
auch wenn dasselbe ein „unsolennes", blofs im Schofse der Familie
bekannt gewordenes, sei, stattgefunden habe.
Intellektuelle Volkserziehung.
Wenn man von Volkserziehung spricht, so meint man natür-
lich nicht, dafs es sich dabei um erzieherische Einwirkungen derart
handeln solle, wie sie der unmündigen Jugend gegenüber am Platze
sind; vielmehr hat man dabei Belehrungen im Sinne, welche den
Zweck haben, die nicht wissenschaftlich Gebildeten in gemeinver-
ständlicher Weise mit den Fortschritten bekannt zu machen,
welche die Wissenschaft fort und fort macht. Fernerhin ist dabei
auf die Pflege eines guten Geschmackes in künstlerischer Hinsicht
und des ethisch-religiösen Empfindens Bedacht zu nehmen. Das
erstere ist Aufgabe der intellektuellen, das andere der ästhetischen
und der ethisch-religiösen Volkserziehung.
Öffentliche Lesehallen und Volksbüchereien.*)
§ 60.
Um dem in den modernen Völkern lebenden, so berechtigten
Drange nach höherer geistiger Bildung entgegenzukommen, um
eine gewisse Gleichförmigkeit der Bildung aller Volksgenossen,
die für die gedeihliche Fortentwickelung der Kultur ohne Zweifel
erforderlich ist, herzustellen, um die grolse Masse des Volkes zu
befähigen, in jeder Hinsicht geeignete Führer und Leiter der
Heranwachsenden zu sein, müssen Gelegenheiten geschafien werden,
welche es jedermann ermöglichen, sich nach beendeter Erziehung,
nach dem Verlassen der Schule noch weiter fort- und ausbilden
*) Man vergleiche: Bube, „Die ländliche Volksbibliothek«. Nörren-
berg, „Volksbibliothek". Nörrenberg, „Kooperation verschiedener Biblio-
theken". Aschrott, „Volksbibliothek und Volkslesehalle eine kommunale
Veranstaltung." Schnitze, „Englische Volksbibliotheken'. „Blätter für
Volksbibliotheken und Lesehallen", herausgegeben von GraeseL
Ferner die verschiedenen Berichte über öffentliche Lesehallen und Volks-
büchereien und die Mitteilungen und Notizen über solche in Zeitungen und
Zeitschriften wie den „Comenius-Blättern für Volkserziehung«, dem
„Bil dungs-Verein", dem „Arbeiterfreund" und dem „Volkswohl.'