Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Vorige scan Volgende scanScanned page
§ 55. Gefahren der Erwerhsthiltigkeit der Kinder. 507
diesen Angaben lässt sich die Dauer der Arbeit ungeföhr folgender-
malsen berechnen: etwa 4 Stunden arbeiten täglich 21,3"/o, 5
Stunden 18,9"/o, 6 Stunden 10,60/o, 7 Stunden 5,02 «/o und mehr
als 7 Stunden 3,3 ®/o- ^"on 1220 erwerbsthätigen Kindern in
Liegnitz arbeiteten vor dem Frühunterricht 204 und nach 8 Uhr
des Abends 171 Kinder. Es waren beschäftigt täglich mehr als
3 Stunden 772 Kinder und zwar von diesen mehr als 4 Stunden
567, mehr als 6 Stunden 167 und mehr als 8 Stunden 39 nach
Fechners Angaben. Nach Stillichs Ermittelungen ergiebt sich
für die Arbeitszeit der Schulkinder im Kreise Sonneberg, dafs an mehr
als 3 aufeinanderfolgenden Abenden arbeiten mufsten: in Schalkau
von 201 Kindern bis 6 Uhr des anderen Morgens 0,99 ®/o, in
Mengersgereuth von 139 bis 11 Uhr des Nachts 22,3 ®/o, in
Rauenstein von 287 bis 11 Uhr des Nachts 2,78 ®/o, in Schichts-
höhn von 45 bis 12 Uhr des Nachts 24,44 ®/o, in Grümpen von
42 bis 11 Uhr des Nachts 35,71 ®/o, in Forschengereuth von 75
bis 111/2 Uhr des Nachts 73,33 ®/o, in Almerswind von 25 bis
10 Uhr des Nachts 48®/o, in Judenbach von III bis 2 Uhr des
Nachts 1,80 ®/o u. s. f. Nach Mitteilungen des Rektors Fatuschka
arbeiteten in Schmölln von 336 Knaben täglich 2 Stunden 47
Knaben, 3 Stunden 83, 4 Stunden 78, 5 Stunden 47, 6 Stunden
17, 7 Stunden 4, einige 8 Stunden und von 350 Mädchen täglich
2 Stunden 65 Mädchen, 3 Stunden 116, 4 Stunden 81, 5 Stunden
44, 6 Stunden 24, 9 Stunden 7—8: bei den anderen Knaben und
Mädchen wechselte die Dauer der täglichen Arbeitszeit.
Was die Fabrikarbeit von Kindern und jungen Leuten betriift,
so ist zu erwähnen, dafs nach dem Bericht der königlich bayerischen
Fabrikinspektoren für 1895 die Zahl der in den Fabriken und
diesen gleichstehenden Anlagen beschäftigten Kinder in der Zeit
von 1894 bis 1895 von 1410 auf 1541, Knaben 1075—1177 und
Mädchen 335—364, gestiegen ist. Die Zahl dieser Kinder betrug
1894 0,5"/o und 1895 0,6®/o aller Arbeiter. Nach Dodd waren
in Deutschland in Fabriken und ähnlichen Betrieben beschäftigt
jugendliche Arbeiter im Alter von 12—14 Jahren 1884 zusammen
18 882 und zwar 11 892 Knaben und 6990 Mädchen, 1890 27 485
und zwar 17 254 Knaben und 10 231 Mädchen, 1894 4259 und
zwar 2682 Knaben und 1577 Mädchen, 1895 4327 und zwar
2669 Knaben und 1658 Mädchen und jugendliche Arbeiter im Alter
von 14—16 Jahren 1884 135 477 und zwar 87 063 männliche
und 48 414 weibliche, 1890 214 252 und zwar 138 754 männliche
und 75 498 weibliche, 1894 209 715 und zwar 139 391 männliche