Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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486 III- Teil. Der tlieoretiaclie Aufbau der sozialen Erziehnngslehre.
schichtliclien Beziehungen ins Auge gefafst wird. Das geo-
graphische Anschauungsmaterial ist auf alle drei Stufen und das
naturkundliche, sofern dabei mehr ins Einzelne und Besondere ge-
gangen wird, auf die Mittel- und Oberstufe zu verteilen. Auf
der Unterstufe bereits wird es nicht schwer fallen, mit der hier
auftretenden allgemein - orientierenden naturkundlichen die geo-
graphische Heimatkunde in der Weise zu verbinden, dafs die
wichtigsten Grundbegriffe der Oro- und Hydrographie und auch
der Klimatologie durch die unmittelbare Anschauung und Be-
obachtung gewonnen werden können. Leicht kann man im An-
schlufs daran das Verständnis dafür erschliefsen, dafs die klima-
tologischen Phänomene zum Teil bedingt sind durch die Sonne
und, wenn es sich um Kinder handelt, die am Meere ihre Heimat
haben, durch den Mond. So wird auf ganz elementare Weise
und immer an der Hand der Anschauung auch der Grund gelegt,
auf welchem dereinst die astronomische Geographie fulsen kann.
Die auf diese Beobachtungen zu verwendende Zeit bemesse ich
auf vier Semester, also auf zwei volle Jahreskurse. Die noch
übrigen drei Jahreskurse werden dazu zu verwenden sein, die ge-
machten Beobachtungen zusammenzufassen, zu sichten und die
heimatliche Orientierung im Sinne der Landeskunde, d. h. plan-
mäfsig zu bewerkstelligen. Jetzt erfolgt auch die Einführung in
das Verständnis der Karte. Den Ausgang bilden der Reihe nach
selbstgefertigte Pläne des Schulzimmers, des Schulhauses und
Schulgartens, des Heimatortes und seiner nächsten Umgebung,
dargestellt auf Tafel und Papier und im Sand. Dann geht man
über zu kartographischen Hilfsmitteln: Spezialkarte des Heimat-
ortes und seiner näheren und weiteren Umgebung. Gegen Ende des
letzten Jahreskurses endlich mufs den Kindern der Blick für den
engeren Zusammenhang, der zwischen den gegebenen geographischen
Verhältnissen der Heimat und ihrer Tier- und Pflanzenwelt einer-,
der Beschäftigung und Lebensweise ihrer Bevölkerung anderseits
besteht, geöffnet werden. Sind doch inzwischen die Schüler mit
der Tier- und Pflanzenwelt und den anorganischen Produkten der
Heimat sowohl mehr im allgemeinen wie auch im einzelnen und
mit den sozialen Zuständen und ihrer Entwickelung wenigstens in
grofsen Zügen bekannt gemacht worden. Getreu nach der Wirklich-
keit, welche die Kinder kennen, in der sie leben und weben, Stück
für Stück den Verhältnissen angepafst, welche sie selbst haben
beobachten müssen, hat ihnen ja der Unterricht in der Heimat-
kunde ein Gesamtbild der Heimat in die Seele gemalt, das um so