Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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442 III- Teil. Der tlieoretiaclie Aufbau der sozialen Erziehnngslehre.
Dazu kommt noch die Teilnahme an dem gymnastischen und dem
Gesangunterrichte der Schüler der Bürgerschule und der oberen
Gymnasialklassen. Der Handfertigkeits-Unterricht fällt hier natür-
lich weg: hingegen müssen noch besondere Stunden für gewerb-
liches Zeichnen, etwa 3 wöchentlich, für die jungen Leute, die
Fortbildungsschüler und einige Stunden für Haushaitungs- und
Handarbeitsunterricht, ebenfalls 3 wöchentlich, für die jungen
Mädchen, die Fortbildungsschülerinnen angesetzt werden, so dafs
im ganzen 18 Stunden herauskommen. Die Bedeutung des Haus-
haltungsunterrichtes beruht darauf, dafs er eine sparsame und
darum zweckmäfsige Wirtschaftsführung, welche der materiellen
wie der sitthchen Lebenshaltung zugute kommt, lehrt. Im letzten
Jahre des Fortbildungsschulunterrichtes wäre noch eine besondere
Stunde für ^pädagogische Belehrungen, an denen ja auch die Schüler
der obersten Klasse der Bürgerschule und des Gymnasiums teil-
zunehmen hätten, einzuschieben, woran sich dann für alle jungen
Mädchen eine Zeit praktischer Erziehungsarbeit anschliefst, in der
sie ganz besonders mit der Kinderpflege vertraut gemacht wer-
den müssen. Natürlich setzt eine derartige Inanspruchnahme der
Fortbildungsschüler eine Um- und Neugestaltung im besonderen
des Lehrlingswesens voraus; und in der That ist eine solche
dringend nötig. Heutzutage vertrödelt der junge Mensch aufser-
ordentlich viel wertvolle Zeit ganz unnütz, weil er von seinem
Meister zu allen möglichen, mit seinem Berufe in gar keinem
Zusammenhange stehenden Nebenbeschäftigungen verwendet wird.
Das mufs selbstverständhch ganz aufhören, und aufserdem mufs
die Zahl der täglichen Lehrstunden genau festgesetzt werden; 6,
von 8—12 vor- und 2—4 nachmittags, werden bei der vorge-
sehenen vierjährigen Lehrzeit sicherlich hinreichend sein.
Für die allgemeine Volksschule nun genügen im Durchschnitt
13 wissenschaftliche Unterrichtsstunden pro Woche vollauf, für
den ersten Jahreskurs nämlich 11, für den zweiten und dritten
je 12 und für den vierten und fünften je 16 als Maximum. Jene
11 Stunden verteilen sich so: 1 Stunde für den Anschauungsunter-
richt, 3 Stunden für die allgemein orientierende Heimatkunde,
1 Stunde für die geographische Heimatkunde, je 2 Stunden für Lesen,
Schreiben, Rechnen; jene 12 Stunden so: je 2 Stunden für die all-
gemein-soziale oder unmittelbar anschaulich betriebene gesellschafts-
kundliche, die geographische und die naturkundliche Heimatkunde,
je 2 Stunden für Lesen, Schreiben, Rechnen; jene 16 Stunden endlich
so: je 3 Stunden für die geschichtliche, die geographische und die