Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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296 III- Teil. Der theoretisclie Aufbau der sozialen Erziehungslehre.
stehen und an ihm eher teilnehmen zu können, als dies
bei dem Manne der Fall ist, der infolge seiner ganzen
Organisation durch eine viel weitere Kluft von dem
Kinde getrennt ist.
Die Objekte oder Gegenstände der Erziehung.
§ 35.
Indem ich mich jetzt zur Betrachtung der Gegenstände
der Erziehung wende, erinnere ich zunächst daran, dafs man,
wie schon erwähnt, erfahrungsmäfsig drei Haupttypen zu unter-
scheiden hat: Normalität, Über- und Unter-Normalität oder Durch-
schnitts-, höhere und niedere Begabung und zwar auf den ver-
schiedenen Gebieten des Geisteslebens, so dafs sich eine grofse
Zahl von Variationen ergiebt, wenn wir diese Typen in ihrer be-
sonderen Anwendung auf das Vorstellungs-, das Gefühls- und das
Willensleben miteinander kombinieren. Man denke doch, wie viele
Kombinationen sich ergeben, wenn man neun Elemente hat und
diese immer zu je drei anordnen soll. Es ist klar, dafs dadurch,
dafs dem so ist, das Geschäft der Erziehung ein aufserordentlich
kompliziertes und schwieriges wird. Auf die Besprechung all
dieser Komplikationen kann ich hier natürlich nicht eingehen;
es kann sich für uns nur darum handeln, die bedeutsamste und
am häufigsten vorkommende herauszugreifen. Am einfachsten
liegt selbstverständlich die Sache dann, wenn auf den verschiedenen
Gebieten des Geisteslebens die gleichen Typen nebeneinander sich
finden, also mittlere intellektuelle mit mittlerer Begabung des
Fühlens und Wollens oder höhere intellektuelle mit höherer Be-
gabung des Fühlens und Wollens oder endlich niedere intellek-
tuelle mit niederer Begabung des Fühlens und Wollens. Als
Durchschnittsmenschen bezeichnet man einen solchen, bei
dem, im grofsen und ganzen wenigstens, mittlere intellektuelle
Begabung mit mittlerer des Fühlens und Wollens übereinstimmt:
eine völlige Harmonie besteht nur selten; aber eine annähernde
läfst sich doch oft konstatieren, kleinere Schwankungen, kleine
Abweichungen nach der einen oder der anderen Seite hin mufs
man eben mit in den Kauf nehmen. An einen solchen Durch-
schnittsmenschen als Zögling wollen auch wir uns hier halten
und ihn unseren ferneren Betrachtungen zu Grunde legen.
Wenn ich jetzt den Aufbau des menschlichen Geistes