Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Vorige scan Volgende scanScanned page
Vorwort. XI
Dafs es sehr viel Neues lehre, diesen Anspruch erhebt mein Buch
nicht. Es soll vor allem dazu dienen, einen Überblick über die moderne
Theorie der Erziehung vom sozialpädagogischen Standpunkte aus zu
geben und klärend in dem Hinundher der Meinungen und dem Wirrsal
der Ansichten zu wirken. Es fafst zusammen, es sammelt und sichtet;
es ist gedacht als ein systematisches Hand- und Lehrbuch der neuen
Pädagogik, das ein Bild sozialer Erziehung in einer von echt sozialem
Geiste durchdrungenen Gesellschaft entrollt. — Wie in meinen früheren
Veröffentlichungen, welche als dieses Werk vorbereitend angesehen
werden mögen, besonders folgende Schriften: Die evolutionistische Ethik
als Grundlage der Pädagogik — Die drei Fundamentalprobleme der
Pädagogik — Adam Smith's pädagogische Ansichten im Rahmen seines
Systems der praktischen Philosophie — Aphorismen zur sozialen Päda-
gogik, also wie in allen diesen Arbeiten vertrete ich auch hier wieder
eine ganz bestimmte und eigenartige Richtung innerhalb
der sozialen Pädagogik, was ich dadurch zum Ausdruck ge-
bracht habe, dafs ich in meinen ,Aphorismen zur sozialen Pädagogik*
meine Pädagogik als „universalistische' und in dem vorliegenden
Buche als „Kultur-Pädagogik" gekennzeichnet habe. Damit ist in
nicht mifszuverstehender Weise eine Hindeutung darauf gegeben, dafs
meine Pädagogik in besonders markanter Form dem Geiste der Zeit
gerecht zu werden versucht, welcher durchaus positivistisch ge-
richtet ist, aber doch nicht mit blofser Wissenschaft sich be-
gnügt, sondern von dem Verlangen nach einem neuen geistigen
Besitze ergriffen und eifrig bemüht ist, einen solchen zu suchen.
Und ich meine, dafs es gerade die Aufgabe des pädagogischen Theore-
tikers ist, den Geist der Zeit zu erfassen und für die Erziehung der
Heranwachsenden nutzbar zu machen, besonders wenn er hoffen darf,
damit zugleich jenes Suchen nach neuem geistigen Besitze fördern zu
helfen, mit welcher Hoffnung ich mich allerdings trage.
Endlich sei noch bemerkt, dafs zur Ergänzung vorliegenden Werkes
demselben zwei weitere folgen sollen, ein psychologisches und ein
ethisches. Das psychologische wird schon demnächst als „Lehrbuch
der pädagogischen Psychologie", das ethische Werk später unter dem
Titel „Ethik als Kulturphilosophie" erscheinen.
Jena, im Herbst 1900.
Der "Verfasser.